Mittwoch, 13. September 2017

Es geht auch ohne Dr. Sommer-Team – Achtung nicht jugendfrei ;-)

Die schönste Nebensache der Welt, oder doch nur ein Mittel zum Zweck? Ein allseits beliebtes Gesprächsthema ist es jedenfalls, wodurch ich dazu inspiriert wurde, für einmal einen nicht so jugendfreien Eintrag zu verfassen.
 
Ob in Werbungen, Filmen, Social Network Seiten, Sex sells und seit „Fifty Shades of Grey“ mehr denn je. Immerhin kann man eine graue Krawatte, die mit „Fifty Shades“ angeschrieben ist, für CHF 18.90 erwerben um sein Liebesleben aufzupeppen. Nun ja durch diverse lustiger und zugleich fragwürdiger Tischgespräche ist dies vielleicht nicht so abwegig, aber hey Seil aus dem Baumarkt tut’s auch und schont das Portemonnaie.
 
Wie schon in vorangegangen Texten von mir hervorgehoben – oder geschrien – ist unsere Generation eher daran interessiert, möglichst rum zu kommen und Dinge auszuprobieren und nicht unbedingt jemanden für länger zu halten. Darauf möchte ich jetzt hier – euch Lesern zu liebe – auch nicht mehr weiter eingehen. Doch offenbar ist genau dieses Verlangen nach Abwechslung der Grund, warum für viele Sex langweilig geworden ist. Männer jammern regelmässig, dass sie eine ultraheisse Schnecke nach Hause nehmen konnten, diese jedoch sehr wenig Initiative zeigte und mit geschlossenen Augen nur dalag und ein wenig vor sich hin stöhnte – ein sogenannter Seestern. Frauen fehlt bei Männern das Feuer, der Christian Grey, der zupackt und Abwechslung ins Spiel bringt.
An dieser Stelle möchte ich doch noch erwähnen, dass ich vor kurzem krank im Bett lag und mir die beiden Filme angeschaut habe und drei Mal auf den Arsch hauen und dann reinstecken ist also auch nicht so spannend – finde ich zumindest. Ja die Storys waren lustig und schockierend zu gleich. Und Seesterne gibt’s es von beiden Geschlechtern, am schlimmsten seien die, die noch die Augen offen halten und einem erwartungsvoll anstarren. Sollte es dann doch dazu kommen, dass es nochmals probiert wird, wurde es nicht besser sondern eher noch unangenehmer, da man dachte, dass es beim ersten Mal wohl am Alkohol oder an der Hemmschwelle gelegen hat.
 
An was liegt es, das wir uns gegenseitig langweilig finden? Nun einerseits werden wir von Filmen oder auch Büchern – hab’s zwar nicht gelesen aber „Feuchtgebiete“ soll doch schon etwas spannender sein als der Herr Grey – mit Ideen bombardiert und bei den berühmten One-Night-Stands haben wir uns dann wohl meistens nicht dafür mit seinen Ideen zu kommen oder ist zu besoffen dafür. Andererseits ist es immer noch vielen unangenehm über seine sexuellen Fantasien und Bedürfnisse offen zu sprechen. Nun ja wenn man plant die Person(en) auch nur für eine Nacht befriedigen zu wollen – man gibt sich ja sicher trotzdem Mühe – dann ist der Aufwand, dieses Gespräch zu führen ja auch beinahe zu gross.
Nun ja ich persönlich bin ja der Meinung, gerade bei einmaligen Geschichten, wäre es ja wohl kein Problem während des Aktes kurz die Frage in den Raum zu werfen, ob wohl das Gegenüber auch noch was dazu beitragen möchte oder nicht. Ansonsten könnte man ja gleich alleine Hand anlegen und das mühsame aus-dem-Haus-schleichen und was alles folgt wäre somit auch erledigt. Und wenn wir schon beim Mitmachen und Gleichberechtigung sind muss ich an dieser Stelle auch die Frage an die Frauenwelt richten. Offenbar erwarten viele Frauen den tapferen, ausdauernden Taucher, werden sie aber darum gebeten den Gefallen zu erwidern, seien viele Frauen sehr ablehnend oder sogar angewidert. Dass das dann die Herren der Schöpfung nervt und sie somit auch nur noch für sich schauen kann ich dadurch auch etwas nachvollziehen. Wenn man es nicht gern macht, dann könnte man dies ja kurz antönen und auch akzeptieren, wenn der Typ dann halt auch sagt, er mache das nicht. Wenn’s nur für eine Nacht ist spielt das wohl eh nicht eine grosse Rolle oder?
 
Meine Feststellung durch das zuhören und mitdiskutieren ist, dass wir, wenn es um unsere Befriedigung geht, zu wenig oder gar nicht miteinander kommunizieren. Fake-Orgasmen bringen niemandem was und schlechter Sex auch nicht. Wenn was nicht passt und man keinen Konsens findet, kann man es ja auch mal sein lassen. Ansonsten wären wohl alle beteiligten für etwas mehr Kreativität.
 
Nutz jede Oberfläche in eurer Wohnung, euren Fortbewegungsmitteln oder die freie Natur. Im Baumarkt gibt’s günstig Seil, im Migros Schoggisauce oder Schlagrahm. Lebt eure Fantasien aus, habt Spass und nicht vergessen better be safe than sorry…Im Minimum e Gummi drum!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen